Preiswürdig: Wätas beschäftigt Flüchtlinge

Die Olbernhauer Firma hat den sächsischen Integrationspreis erhalten, weil sie Asylbewerbern Arbeit und Perspektiven bietet. Doch das ist nicht immer ganz einfach.

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28 Flüchtlinge hat Wätas seit letztem Jahr eingestellt. Nachdem fünf ausgeschieden sind, weil die Chemie nicht stimmte, arbeiten aktuell noch 23 von ihnen bei dem Unternehmen. Sie kommen aus Syrien, Libanon, Iran und dem Irak, aus Libyen sowie Osteuropa. Dafür hat die Firma nun den sächsischen Integrationspreis erhalten. In der Begründung heißt es, sie "integriert geflüchtete Mitbürger in den deutschen Arbeitsmarkt, ermöglicht selbstbestimmtes Leben und einen deutschen Ausbildungsabschluss". Wie sieht das konkret aus?

Für Geschäftsführer Torsten Enders ist die Beschäftigung dieser Menschen vor allem Zukunftsdenken: "Der Arbeitskräftemangel ist das größte Problem für hiesige Unternehmen." Um den Bedarf zu decken, habe sich Wätas entschieden, Flüchtlingen Jobs anzubieten - bei 135 Mitarbeitern insgesamt ist das eine Quote von mehr als 15 Prozent.

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Der 23-jährige Iraner Paul Roostaeeian will seine Chance jetzt nutzen. Er ist noch Versandmitarbeiter bei Wätas, aber der junge Mann möchte mehr und im nächsten Jahr eine Berufsausbildung beginnen. Wenn er diese hinter sich bringt, kann er als "Fachkraft Metalltechnik" für das Unternehmen arbeiten.

 

Quelle: Freie Presse vom 08.12.2017, Sven Wagner