Zwei junge Vietnamesen servieren in der Köhlerhütte in Waschleithe

Auf der langen Suche nach Auszubildenden sind die Inhaber von Hotel und Restaurant endlich fündig geworden - in Asien. Auch ein junger Erzgebirger ist für sie ein Glücksfall.

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In der Köhlerhütte Fürstenbrunn in Waschleithe gibt es in diesem Jahr aber Grund zur Freude, denn nach vier Jahren konnten die Inhaber Katrin und Heiko Schmidt endlich wieder Nachwuchskräfte einstellen.
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Weil auch im Service gutes Personal benötigt wird, setzen die Schmidts auf zwei Vietnamesen. "Das passt wunderbar", sagt Heiko Schmidt, von seinem Weg überzeugt. "Wir kennen Vietnamesen schon lange. Diese Menschen sind sehr ehrgeizig, der Dienstleistungsgedanke ist sehr ausgeprägt", so der Hotelchef. Sowohl Khoa Kieu (22) als auch Hung Dang (19), die in Danang in Zentralvietnam ein Gymnasium besucht haben, würden sehr akkurat arbeiten und freundlich sein. Da die Beiden bereits in Vietnam die deutsche Sprache gelernt haben, sei eine Verständigung kein Problem. Hinzu kommt ein Intensivsprachkurs von Juni bis August. "Dabei haben wir viel gelernt", sagt Hung Dang, der das dualen Ausbildungssystem in Deutschland lobt. Lediglich der sächsische Dialekt und die erzgebirgische Mundart seien schwierig.

Im 22-köpfigen Team der Köhlerhütte fühlen sich alle drei Lehrlinge sehr wohl. Beste Voraussetzungen also dafür, dass die momentane Erfolgsgeschichte nach langer, schwieriger Azubi-Suche jetzt endlich zu einem Happyend führt.

 

Quelle: Freie Presse vom 08.12.2017, Katja Lippmann-Wagner