Spezialist will in Aue ein Lungenzentrum aufbauen

Nicolaos Zarmpis arbeitet seit einem Monat als Thoraxchirurg am Helios-Klinikum auf dem Zeller Berg. Der gebürtige Grieche verstärkt im Erzgebirge ein Fachgebiet, das im bundesweiten Vergleich hohe Fallzahlen aufweist. Und er sieht sich seinem Sternbild verpflichtet.

Aue. Vom Universitätsklinikum in Frankfurt am Main ins Erzgebirge nach Aue: Nicolaos Zarmpis ist diesen Schritt bewusst gegangen und hat viel vor. "Ich will etwas aufbauen und nach meinen Vorstellungen entwickeln", sagt der Thoraxchirurg, geboren 1970 in Athen und seit einem Monat Teil des Ärzteteams am Helios-Klinikum. Das menschliche Atmungsorgan ist sein Spezialgebiet. Und Lungenmedizin spielt in der hiesigen und ehemaligen Bergbauregion nach wie vor eine große Rolle.

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In Aue bleibt auf dem Gebiet der Lungenmedizin nichts mehr dem Zufall überlassen. Zarmpis - er ist verheiratet und hat vier Kinder - gilt laut Wallenborn als hoch spezialisiert. "Er hat langjährige Erfahrungen etwa als Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main. [...]

Der gebürtige Grieche soll an der Seite von Olaf Stiller als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II ein Lungenzentrum aufbauen. [...] 

Umso stolzer sei man, den Experten gewonnen zu haben. Zarmpis sagt mit Blick auf sein Sternzeichen: "Ich bin Steinbock - und komme daher durch harte Arbeit immer ans Ziel." Gearbeitet hat er für Luftwaffe und Armee sowie an Uni-Kliniken unter anderem in den USA, in seiner Heimat - auch bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen - sowie in Ulm und Leverkusen. Dass manche seinen Gang nach Aue nicht verstehen, kann er nicht nachvollziehen. "Eine wunderschöne Gegend." Und für ihn sei es mit 48 Jahren die berufliche Chance, sich noch einmal zu entwickeln. "In Frankfurt war die Thorax- der Herzchirurgie untergeordnet. Hier ist es ein eigener Fachbereich mit einem erfahrenen Team - von Null auf 100 sozusagen."

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Quelle: Freie Presse vom 03.11.2018, Anne Neef