Arbeitsmarktorientiertes Fachkräftezuwanderungsgesetz gefordert

Der Heringsdorfer Kreis, Zusammenschluss der 14 IHKs der neuen Bundesländer, hat ein Eckpunktepapier für ein arbeitsmarktorientiertes Fachkräftezuwanderungsgesetz an die sächsischen Bundestagsabgeordneten gesandt. Darin heißt es:

Für 62 Prozent unserer Mitglliedsunternehmen ist der Fachkräftemangel das Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung. Bis 2030 werden wir in Ostdeutschland immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter haben. Besonders ländliche Regionen werden von diesem Rückgang der Erwerbspersonen betroffen sein. In vielen Landkreisen wird die Zahl der Erwerbsfähigen um 25 bis 30 Prozent fallen.

Deshalb brauche unser Land eine gesetzliche Grundlage, welche zulässt, jene Fachkräfte aus dem Ausland gezielt anzuwerben, die die Unternehmen benötigen. Der Heringsdorfer Kreis begrüßt daher das Vorhaben der Bundesregierung, zügig ein an den Bedarfen der Wirtschaft ausgerichtetes Fachkräftezuwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen.

In dem 15-Punkte-Papier wird unter anderem gefordert, dieses Gesetz aufgrund seiner Dringlichkeit bis zum Dezember 2018 zu beschließen. Die Zuwanderung von Auszubildenden soll erleichtert werden und die Zuwanderung beruflich Qualifizierter ohne Vorrangprüfung und unabhängig von Engpässen möglich sein. Personaldienstleistern soll erlaubt werden, ausländische Fachkräfte aus Drittstaaten zu beschäftigen. Last but not least soll, wer in Deutschland erfolgreich studiert hat, bei Aufnahme einer dem Abschluss ang emessenen nichtselbstständigen oder selbstständigen Tätigkeit sofort eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten. Sie finden das Eckpunktepapier rechts zum Downloaden.

 

Kontakt:
Martin Witschaß
Referatsleiter Standortanalyse/Arbeitsmarktpolitik und stellv. Geschäftsführer Standortpolitik
Region Chemnitz
+49 371 6900-1250
martin.witschass@chemnitz.ihk.de

 

Quelle: Industrie- und Handelskammer Chemnitz, https://www.chemnitz.ihk24.de (Dokument Nr. 4226822)