1. Parlamentarischer Abend: Ausländer in Handwerk, Gewerbe und Handel gewürdigt – Umfrage unter den Gästen

Am 28. November folgten rund 220 ausländische Mitarbeiter und Führungskräfte der gemeinsamen Einladung des Landtagspräsidenten, des Sächsischen Ausländerbeauftragen und der Präsidenten der Handwerks- und Industrie- und Handelskammern. Anlass der Begegnung war der Parlamentarische Abend im Plenarsaal, der auf Initiative Geert Mackenroths unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler stattfand. Beteiligt waren auch die Präsidenten der Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden, Leipzig und der Handwerkskammern Chemnitz und Dresden.

Mackenroth forderte im Hinblick auf die Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund unkomplizierte Zugänge zum Arbeitsmarkt: „Unsere Aufgabe in der Politik ist es, optimale Rahmenbedingungen für Sie und Ihre Arbeitgeber zu schaffen, um rechtliche Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen.“

Kleine und mittelständische Unternehmen seien das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft, so Mackenroth. Sie ständen für schlichte, effektive Problemlösung, funktionierende Kompromisse und gewährten Garantie. Damit könnten sie auch der Politik als Vorbild dienen.

Umfrageergebnisse:

Parallel zur Feierstunde nahmen die Gäste des Abends an einer Umfrage teil, um Rückschlüsse auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der ausländischen Arbeitnehmer ziehen zu können. Zudem sollten Handlungsfelder identifiziert werden. Im Ergebnis lassen sich folgende Grundaussagen zusammenfassen:

- 96 % der Befragten gaben an, dass sie sich in ihrem Arbeitsumfeld (Betrieb, Firma, Werk, etc.) akzeptiert fühlen.

- 89 % der Befragten gaben an, dass sie sich in ihrem Alltag in Sachsen akzeptiert fühlen.

- 49 % der Befragten gaben an, dass es zu Beginn ihrer Tätigkeit in Deutschland Verständigungsprobleme gab.

- 83 % der Befragten wünschen sich mehr sprachliche Weiterbildungsangebote.

- 71 % der Befragten wünschen mehr Angebote im Bereich fachliche Qualifizierung.

- 55 % der Befragten gaben an, dass sie Schwierigkeiten mit der Anerkennung ausländischer Abschlüsse hatten.

- 83 % der Befragten würden wieder in Sachsen anfangen.

- 79 % der Befragten würden Sachsen für ausländische Arbeitnehmer weiterempfehlen -
  19 %würden es allerdings nicht tun.

 

 

Quelle: Newsletter des Sächsischen Ausländerbeauftragten Nr. 12/17 vom 4. Dezember 2017